Schwäbisches Knowhow für die Berufsschule

Neben Heiner Wezel waren weitere Mitglieder der Kenia-Hilfe Ende Mai nach Kenia geflogen: Mit ihm haben sich Vorstandsmitglied Hermann Bizer und sein Freund Roland Waibel vorrangig um die Berufsschule gekümmert und gleich am ersten Tag an einem Meeting des Schulvorstandes teilgenommen. Hier wurden wichtige Verbindungen zur lokalen Gemeinde geknüpft: Ein eigener Marktstand im Dorfzentrum ist in Aussicht, wo sich die Schule präsentieren und u.a. Produkte aus der Schreinerei verkauft werden können.

Im Bild von links: Heiner Wezel, Raja Hari (Vorsitzender des Schulvorstandes), Schulleiterin Mercy Kamau, Schreiner Kevin Githinji, Roland Waibel.

Am liebsten würden die Besucher von der Alb ja das deutsche Duale System in die Berufsschule von Karai exportieren, wobei Praxis in einem Betrieb und theoretischer Unterricht in der Schule eng verbunden sind. Aber selbst kurze Praktika bei örtlichen Handwerkern zu absolvieren ist für die Schüler in Kenia schwierig, weil mit Kosten verbunden. Deshalb schätzen sie, dass ihnen Karai viel praktisches Arbeiten bietet bei guter Ausstattung, z.B. mit großen Maschinen in der Schreinerei. Für die war im Fluggepäck einiges an Ersatzteilen mitgereist, u.a. etliche Kilogramm an gespendeten Schleifbändern. Roland Waibel kümmerte sich um Reinigung, Wartung und Reparatur der Geräte und machte deutlich, wie wichtig Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz sind. Unterstützung erhielt er durch einen Mitarbeiter aus der Schreinerei von Don Bosco in Nairobi, der halbjährlich den Service für die Maschinen macht. Er wird auch in Zukunft die Schüler im Umgang mit den Maschinen unterweisen.