Neue Chairlady für die Karai Foundation

Der Stabwechsel ist vollzogen: Marlene Zierheim wurde in ihrer ersten Sitzung als Chairlady der Karai Children’s Vocational Centre Foundation LTD anstelle von Gisela Keller bestätigt. Frank Hintzenstern, der mit ihr nach Karai gekommen war, nahm erstmals als neuer Direktor im Gremium Platz. Damit sind nun zwei Mitglieder des Vorstandes der Kenia-Hilfe im Board of Directors, dem kenianischen Äquivalent zum Stiftungsrat in Deutschland. Dass eine der 3 kenianischen Direktorinnen, Margaret Wanyoro N’gendo John, im Frühjahr gestorben ist, war trauriger Anlass für eine Gedenkminute und Würdigung ihrer Arbeit.

Bild: Marlene Zierheim und Frank Hintzenstern mit den kenianischen Direktorinnen und Direktoren sowie Generalmanager Moses Chege (hintere Reihe Mitte)

„Ein schönes Miteinander ist spürbar“ berichtete Marlene Zierheim später und meinte damit auch die gute Kooperation mit dem Projektmanagement. Wie die anderen Besucher hat auch sie den Eindruck, dass die Kinder unbeschwert ihren Alltag im Heim meistern.

Sorge bereiten die erhöhten Lebenshaltungskosten. Sie betreffen nicht nur das Budget des Projektes, sondern jeden der rund 45 Angestellten. Dabei geht es diesen nicht nur um Lebensmittel oder Transportkosten, sondern z.B. auch um die Schulgebühren ihrer Kinder. In den Schulen von Karai sind sie für Angestellte frei, aber die weiterführenden Schulen oder gar College und Universität kosten immer mehr. Und kenianische Eltern nehmen sehr viel auf sich, um ihre Kinder auf gute Schulen zu schicken. In Karai und bei der Kenia-Hilfe denkt man deshalb an einen Sonderfonds für günstige Kredite anstelle von Gehaltserhöhungen, berichtete Marlene Zierheim. 

Neubau von Küche und Speisesaal

Gut, dass Frank Hintzenstern als Direktor in der Karai Foundation von Beruf Architekt ist, denn nach den Schlafsälen müssen jetzt Küche und Speisesaal für den neuen Heimbereich gebaut werden. Die Vorgaben sind da unerbittlich: Heim und Schulen müssen komplett getrennt sein, sonst droht der Verlust der Zulassung. Erste Pläne sind schon erarbeitet. Auch die Heimleitung braucht ein neues Büro. Finanziell muss da einiges gestemmt werden, und das Budget dafür ist erst zur Hälfte in trockenen Tüchern. Es fehlen noch ca. 25 000 Euro. Das Management in Karai will kräftig mithelfen, Sponsoren zu finden. Möglicherweise könnte als Übergangslösung ein großes Zelt als Speisesaal dienen, meinte Frank Hintzenstern.