Wahlen in Kenia – Einspruch abgewiesen

Am 9. August hat Kenia gewählt. Neben den Besetzungen von Senat und Nationalversammlung war es vor allem spannend, wer nächster Präsident werden würde. Der Amtsinhaber Uhuru Kenyatta durfte nach 2 Perioden kein weiteres Mal antreten. Sein Vizepräsident William Ruto und der ewige Oppositionsführer Raila Odinga lieferten sich bis zum Schluss ein äußerst enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit nur etwas mehr als 1 Prozent Vorsprung hat die offizielle Wahlkommission nach fast einer Woche Auszählung Ruto zum Sieger erklärt. Und prompt hat Odinga nun das Ergebnis angefochten, sodass der Oberste Gerichtshof letztendlich entscheiden musste, wie schon einmal 2017.

Am 5. September fiel die Entscheidung des Gerichts zugunsten von William Ruto aus. Alle Einsprüche wegen Wahlfälschung wurden mangels Beweisen abgewiesen. Die Reaktion des endgültige Verlierers, Raila Odinga: „Wir akzeptieren das Urteil des Obersten Gerichtshofs, sind aber nicht damit einverstanden“

Am 13. September wird nun William Ruto im Kasarani International Stadion in Nairobi als Kenias 5. Präsident feierlich in sein Amt eingeführt.

Glücklicherweise ist es im Land bisher ruhig geblieben und die kritische Phase dürfte vorbei sein. Man kann Karai jetzt wieder besuchen. Seit 2008 das ursprüngliche Projekt bei Unruhen komplett zerstört worden war (siehe Projektgeschichte), gilt im Zeitraum um Wahlen herum immer eine Sperre für Besucher aus Deutschland.