16. April 2012
Zu Hause wieder Ugali statt Spätzle

An den Gottesdienst in Zwiefalten schloss sich das traditionelle Fastenessen an
- eine Spendenaktion der dortigen evangelischen Kirchengemeinde für Karai.
Von links: Stiftungsrat Pfarrer Roland Albeck, Moses Chege, Alice Wamunyu,
Mary und Duncan Muchemi, Pfarrer Frank Reiniger.
Beim Abschiedsgottesdienst in Ennabeuren am 15. April gab Dekan Scheiberg den vier Besuchern aus Kenia einen irischen Reisesegen mit auf den Weg zurück nach Hause, zu gewohntem Essen und wärmerem Klima. Davor lagen drei intensive Wochen- sowohl für Gäste als auch für alle Gastgeber von der Alb, aus Bempflingen, Reutlingen und Adelsried. Zwischen 27.März und 16. April waren die Tage gefüllt mit Besuchen in Gottesdiensten und bei Kirchengemeinden, in Schulen und Betrieben. Mit einem Ausflug an den Bodensee war ein Besuch beim ehemaligen Dekan Poguntke in Kressbronn verbunden, der einige Teilnehmer persönlich kennt.
Der Kooperation zwischen Kenia-Hilfe und Karai tat es gut, sich gegenüber zu sitzen anstelle der sonstigen Kontakte per e-mail oder Telefon. Mit Schulleiterin Alice Wamunyu und Heimleiter Moses Chege wurde an der umfangreichen “Karai Verfassung” gearbeitet und Fragen zu Schulabgang, Ausbildung und Zukunft der Jugendlichen erörtert. Kaffeefarmer Duncan Muchemi und seine Frau Mary sind alte Freunde des Projektes seit seinen Anfängen in Eldoret/Sugoi. Sie wollen auch weiterhin die Interessen des Projektes am ehemaligen Grundstück vertreten. Zur Zeit keimt dort der neue Mais.
Es gibt viele gute Gründe, Gäste aus Kenia in den Kirchenbezirk zu holen: das bestätigte die Abschlussrunde im Evangelischen Gemeindehaus in Ennabeuren. Die Menschen persönlich zu kennen, die hinter der Arbeit in Karai stehen, ist einer der wichtigsten. Sie selbst nehmen als Erfahrung mit, aus welcher Welt die Unterstützer kommen und was ihre Vorstellungen für die Weiterentwicklung des Projektes prägt.
Leider haben drei junge Ehemalige aus dem Heim von der Deutschen Botschaft in Nairobi kein Visum erhalten! Begründung: eine Rückkehr nach Kenia ist nicht gewährleistet!